Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Völkerschlachtdenkmal

Europas größter Denkmalsbau wird saniert

Das am Ende des 19. Jahrhunderts projektierte Völkerschlachtdenkmal entstand in der Frühzeit der Betonbaukunst. Unzureichende Erfahrungen mit modernen Werkstoffen, eigentümliche konstruktive Lösungen und ungenügend durchdachte Details ließen bereits wenige Monate nach der Denkmalweihe erste Mängel am Bauwerk sichtbar werden.

Seit seiner Einweihung hat das Monument keine umfassenden Maßnahmen zu seiner grundhaften Erhaltung und Sanierung erfahren. Bauphysikalische und -technische Unzulänglichkeiten, die Auswirkungen von Kriegen und Wirtschaftskrisen sowie verwalteter Mangel ließen einen Sanierungsstau entstehen.

Am 14. Juli 1999 erklärten die gewählten Vertreter der Stadt Leipzig ihren Willen, „das Völkerschlachtdenkmal ... als eine der herausragendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt und als Kulturdenkmal ersten Ranges, als Ort lebendiger Erinnerung, Erlebnisraum und Stätte offener Kommunikation in einem europäische Identität stiftenden Sinne herauszubilden ...”
Nach umfassenden Bauzustandsdiagnosen, Planungsarbeiten und Detailanalysen wurde ein Konzept für die Gesamtsanierung einschließlich Nutzungserweiterungen und notwendiger Modernisierungsmaßnahmen erarbeitet, dessen Hauptbestandteile bis zum 100. Jahrestag der Denkmalsweihe am 18. Oktober 2013 umgesetzt werden sollen.

Die bereits realisierten Maßnahmen finden Sie hier

Gegenwärtig laufen folgende Sanierungsarbeiten

Sanierung der Außenhaut

Zurzeit erfolgen Dichtungsarbeiten, Natursteinreinigung und -konservierung, Ersatz von Fehlstellen im Naturstein und Neuverfugung der Quader im Bereich der so genannten unteren Trappen unterhalb der großen Rundbogenfenster.

Rekonstruktion der Bildglasfenster

Die durch den Beschuss des Denkmals am Ende des Zweiten Weltkrieges zerstörten Bildglasfenster in der Ruhmeshalle werden gegenwärtig rekonstruiert. Die ersten beiden Fenster sind bereits eingebaut, die beiden übrigen folgen bis zum April 2012.

Beginn der Sanierung im Bereich Krypta

2012 beginnen die Arbeiten in der Kryptaebene zunächst mit der Sanierung der technischen Nebenräume. Auch wenn hier nicht unmittelbare Besucherbereiche betroffen sind, wird es weiter zu baubegleitenden Beeinträchtigungen kommen, für die wir bereits jetzt um Verständnis bitten.

Innenausbau der Räume im Fundamentbereich

Zwischen November 2011 und April 2012 erfolgt der Innenausbau der bisher nur im Rohbau fertig gestellten Räume im Fundamentbereich (Zugang über den St. Michael). Neben der Installation von Lüftungsanlagen und Beleuchtung wird die Verglasung zum Fundamentbereich abgeschlossen und Sanitäranlagen eingebaut. Der neue Hauptzugang ins Völkerschlachtdenkmal wird dann als Entree-Zone gestaltet, ein darüber liegender Raum dient mit Medientechnik und Ausstellungselementen der Besucherstinformation. 

 

Sanierung des Kriegsschadens in der Ruhmeshalle
 

Zeichnerische Darstellung für die Rekonstruktion der Bildglasfenster in der Ruhmeshalle
 

 

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