Der Gang durch die Leipziger Geschichte ist auf drei Ebenen angelegt, die sich ergänzen und aufeinander beziehen - aber auch eigenständig zu entdecken sind. Orientierung und historische Einordnung leistet der Zeitstrahl, der sich als roter Faden und zentrale Achse durch die Ausstellung zieht. Von hier aus betritt der Besucher acht „Epochenräume“, die in chronologischer Abfolge den großen Lauf der Leipziger Geschichte zeigen. Zu jeder dieser Epochen werden symbolische Leitobjekte präsentiert, in strenger Wiederholung jeweils ein Porträt, ein Sitzmöbel und ein Kleidungsstück, um Merkmale, Stimmungen und Strömungen der jeweiligen Epoche ästhetisch-assoziativ hervorzuheben.
Auf einer zweiten, besonderen Erzählebene werden die zentralen Wendepunkte der Geschichte markiert. Hier wird der Blick von den Erscheinungen hin auf verborgene und tieferliegende Begründungen gelenkt.
Der chronologischen Erzählung räumlich gegenüber steht die dritte Erzählebene der Ausstellung, die wir „Themen einer Stadt“ nennen. Hier geht es um das Besondere und Unverwechselbare der Leipziger Stadtgeschichte; Themen, die den besonderen Ruf unserer Stadt bis heute ausmachen - als Stadt des Buches, der Musik, als Messestadt und Stadt des Sports. Hier geht es um Anspruch und Wirklichkeit, um Zuschreibungen und Klischees und um die Frage, ob die „stolzen Etiketten“ nicht auch von längst vergangenem, allmählich verblassendem Glanz künden oder inwieweit Vergangenes im Gegenwärtigen verhaftet bleibt.
Die Themen der Ausstellung im
Detail
Themenband zur Ausstellung: Moderne Zeiten. Leipzig von der Industrialisierung bis zur Gegenwart; im Auftr. Der Stadt Leipzig hrsg. von Volker Rodekamp. – Leipzig 2011, 272 S., ISBN 978-3-910034-11-2
Der Katalog zur Ausstellung wird im April 2012 erscheinen.
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